Erich Fried-Tage 2017: "Zehn Zeilen Zuneigung" (Fotos: Joseph Krpelan, Literaturhaus, Wien):

2. Platz: Felix Schneider, 3. Platz: Melanie Tatzreiter

 

Ich liebe (Felix Schneider)

 

Ich liebe mich.

Nein, falsch

Ich liebe dich.

Nein, auch falsch

Ich lerne dich zu lieben.

Nein, das ist so nicht richtig

Ich lerne mich zu lieben.

Nein, auch nicht ganz

Ich lerne mich zu lieben, um dich lieben zu können.

Ja, perfekt … senden …

 

 

Zehn Zeilen Zuneigung (Melanie Tatzreiter)

 

Ich bin dir begegnet, in dieser einen Bar,

dein Blick war intensiv, deine Augen strahlten klar.

Ich wollte schon nach Hause gehen,

doch wegen dir blieb ich stehen.

Du hast etwas in mir geweckt,

ich habe ein ganz neues Gefühl entdeckt.

Die Zeit blieb stehen, kein Blick mehr auf die Uhr.

Du kamst auf mich zu, deine Lippen öffneten sich,

was du dann sagtest, klang wie ein Liebesgedicht.

 

 

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